Aus einem alten Lied fällt mir dieser Textausschnitt ein. Nun stammt- im Bereich der Geragogik, wohl ein großer Teil des Zielpublikums aus der Kriegs,- bzw. Nachkriegszeit. Kaum jemand muss heute noch wirklich hungern; die Grundbedürfnisse sind meist mehr als gedeckt. Im Computerzeitalter ist es fast immer der Fall, dass die “Alten” die jüngere Generation in digitalen Belangen um Rat fragen müssen. Dadurch hat sich teilweise auch die Wertigkeit verlagert. Erfahrungsschatz kontra digitale Fähigkeiten. Was haben wir Älteren daher am Beginn eines neuen Jahrtausends an Wissen anzubieten? Vielleicht, wie man sparsam mit wertvollen Rohstoffen umgehen kann, dass Recycling nicht unbedingt nur auf Mülltrennung beschränkt ist? Dass man Sirup selber herstellen kann, ein köstliches Getränk, mit Wasser verdünnt- sehr viel Plastikflaschen einspart. Wieder zur Selbstverständlichkeit werden lassen, mit Einkaufstaschen in den Supermarkt zu gehen und soweit es geht auf Plastiksackerl verzichten? Einen Kalender, (eventuell Generationenübergreifend ) erstellen, wo das Saisongemüse und das jeweilige frisch gereifte Obst aus der näheren Umgebung ersichtlich ist. Wenn wir ältere Menschen diese Erfahrung vorleben und gemeinsam einmal mit dem Nachwuchs darüber nachdenken, was es für einen Energieaufwand braucht, einfach den Pizzadienst zu rufen anstatt selbst zu kochen? Vielleicht können wir gemeinsam ein Bewusstsein schaffen, dass auch für die heranwachsende Generation noch eine intakte Umwelt zur Verfügung steht.
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Wir alle geniessen nun die Farbenpracht von Tulpe & co in Parks, Gärten, Anlagen u.s.w. Manche Pflanzen vertragen sich jedoch nicht ( 
doch irgendwie menschlich oder?) Habt ihr z.B. beobachtet, dass Schneeglöcken und Frühlingsknoten fast nie gemeinsam zu finden sind? Vielleicht achtet ihr auch einmal auf die Blüten von Ahorn, Esche etc. Diese sind zwar nicht so auffällig wie Magnolie und andere jetzt blühende Ziersträucher aber mindestens so hübsch.
Habt ihr euch schon einmal überlegt, wenn als Baum- dann als welcher würdet ihr gerne leben?
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“Früher war mir die Natur egal, heute könnte ich in sie hineinkriechen” sagte mir einmal eine 94 jährige Dame im Rahmen einer Biografiearbeit. Die filigrane weibliche Blüte einer Hasel (nicht die Würstln) werden nicht vielen bekannt sein. Ein Lerchensporn mit Lupe betrachtet bewirkt sicherlich ein ordentliches Staunen und Bewundern. Mit Digicam ausgerüstet, um alles zu fotografieren und dann zu Hause an Hand eines Bestimmungsbuches ein wenig Botanik nachzulernen, so erlebt man Bereicherung auf mehreren Ebenen. Vielleicht noch einen Kurs in Bildbearbeitung zu machen, oder zeichnen zu lernen; dafür sollte im dritten Lebensalter ausreichend Zeit und ebenso noch die Lernfähigkeit vorhanden sein. Und wenn sich inzwischen zu Hause ein bisschen Staub ansammelt- wen störts? Rote und weiße Pestwurz, grüne Nießwurz, Lungenkraut, Hamamelis und co (alles blüht von Februar bis März) sind es mindestens so wert, bestaunt zu werden, wie es später im April dem Tulpenmeer vergönnt ist.
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Gerade erst waren noch tiefste Minusgrade und die Natur hielt den nötigen Winterschlaf. Auch wir müssen zwischendurch einmal inne halten, um uns zu sammeln. Aktuelle Gehirnforschungsergebnisse belegen jedoch, unser Gehirn ist auch im “Ruhemodus” sehr aktiv. Zuviel stand by schont nicht unseren Gedächtnisspeicher- sondern das Gegenteil ist der Fall. “Aktive Aufmerksamkeit” ist der Schlüssel zu guter Gedächtnisleistung. Die Schneerose arbeitet sich bereits durch die noch gefrorene Erde. Die Natur macht uns vor: ein bisserl plagen und schon schenkt man uns Beachtung. Kaum jemand wird behaupten, im Sommer, wo alles üppig wächst, bestaunt man jede einzelne Pflanze so intensiv, wie wir es im Frühling tun. Vielleicht werden ältere Menschen, welche sich auf irgend eine Weise noch besonders bemühen, vom Umfeld auch stärker wahrgenommen und verdienen in deren Augen höhere Achtung. Und wollen wir nicht alle beachtet und vielleicht sogar ein bisserl bewundert werden? Das Glück, welches wir durch Kontraste empfinden, kann auch durch einen Vergleich entstehen- wenn wir uns mit Menschen vergleichen die sich “gehen lassen”.
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Man läßt den Winter sich noch gefallen.
Man glaubt, sich freier auszubreiten,
wenn die Bäume so geisterhaft,
so durchsichtig vor uns stehen.
Sie sind nicht, aber sie decken auch nichts zu.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
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Es ist nie zu spät, seine eigene Kreativität zu fördern. Leichter gelingt es jedoch mit der positiven Verstärkung der Gruppendynamik. Auch heuer verschenke ich zu Jahresbeginn selbstgemachte Papiertaschen aus Kalendern vom Vorjahr. Auch mit Geschenks,- und Packpapier entstehen so Unikate, die man nicht so einfach wegwirft. Wer- wenn nicht wir Älteren haben Zeit und Muse für kreatives Schaffen. (Bastelabende dürfen nicht als niederschwellige Beschäftigung im Altenheim abgleiten). Gerade als Gegenstück zu den Massen Billigsdorfer Deko Artikeln gewinnen solche Eigenprodukte wieder an ideellen Wert. Auch haben wir eine Verantwortung gegenüber der jüngeren Generation. Das Wissen über heimische lagerbare Lebensmittel, aber auch ein wenig Widerspenstigkeit gegen allzu aufdringlichen Umgang mit Verpackungsmaterialien sollten/müssen wir gut hörbar deponieren. Zu einem selbstbestimmten Leben gehört auch Selbstverantwortung und die sollte gepflegt werden!
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Reiß das Packerl auf, das nächste, das nächste, das nächste……….. ist eine Passage eines Weihnachtsgedichtes. Tradition ist die eine Seite, das Überdenken des Geschenks,- und Feiermarathons eine andere. Ökologisch verantwortungsvoll wäre ein Überblick “danach”, wie lange bleibt das verwendete Verpackungsmaterial in Verwendung? Gibt es Alternativen zu Plastik, wie schaffe ich, dass ich die Geschenke durch nichtmaterielle Präsente ersetze?
Gedanken, die nicht nur zu Weihnachten angebracht sind.
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Nun kommt sie, die Zeit- wo man es sich zu Hause gemütlich macht. Die Abende sind lang und können und sollen auch dazu genutzt werden, Freundschaften bzw. das soziale Umfeld verstärkt zu pflegen. Spieleabende, Bastelrunden etc. sind dazu bestens geeignet. Ludotheken bieten eine große Auswahl an Gesellschafts,- und Brettspielen für ganz wenig Leihgebühr. Vielleicht ist das auch eine Möglichkeit Spiele auszuprobieren, die dann bestens als Weihnachtsgeschenk für Kinder und Enkelkinder geeignet sind. Alle Jahre wieder kommt die Zeit, wo das leidige Nachdenken für Weihnachtsgeschenke beginnt. Für Kinder ist und bleibt die Faszination, am heiligen Abend möglichst viele Geschenke unterm Weihnachtsbaum vorzufinden. Für uns (schon sehr) Erwachsene zählen jedoch andere Werte. Kleine Geschenke und Aufmerksamkeiten sollten meiner Meinung nach- genauso wie Blumen nicht nur an einem Tag im Jahr überreicht bzw. zu Allerheiligen aufs Grab gestellt werden. Lieb gemeinte Überraschungen dürfen ruhig spontan und ohne besonderen Anlass dargebracht werden. Schenken ist mindestens genauso beglückend, wie beschenkt zu werden.

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Die Natur erleben, mit allen Sinnen ist gerade in den Sommermonaten an Fülle kaum zu übertreffen. Es blühen und duften gerade die Akazien, wo noch sanfte Landwirtschaft betrieben wird, riecht es köstlich nach frisch gemähtem Gras oder nach Heu. Welch einzigartiges Gefühl, in einem Bächlein zu spazieren und dem fröhlichen gluckern des Wassers lauschen. Oder versucht einmal hundert Meter in 10 Minuten zurückzulegen, ihr werdet staunen, was man dabei alles sieht. Wer einmal erleben durfte, dass sich ein Schmetterling auf die Hand setzt, weiß um das berührende Gefühl, wie zart und Feenhaft sich dieses besondere Erlebnis anfühlt. Es muss auch gar nicht immer die Sonne scheinen. Bei einer Waldwanderung im Regen sieht man Tiere, die sich sonst verstecken. Feuersalamander zum Beispiel lieben es, tollpatschig herumzuklettern. Und es riecht köstlich nach Moos. Aber das ist alles gratis, das kann dann ja wohl keinen Wert haben, oder?

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